Erfahrungen

Die Erfahrungsberichte sind sehr verschieden. Wenn Du Deine Geschichte mit anderen teilen möchtest, dann schreibe uns eine Email. Wir veröffentlichen alle Berichte bewusst ohne Namen! 

Risiken von Brustvergrösserungen werden hier an echten Erfahrungsberichten dargestellt. Die meisten dieser Frauen kennen wir persönlich. 

Ballett für Anfänger

Erfahrungsbericht / 33 J. / 4 Jahre texturierte Implantate Mentor ÜBM

Zwar habe ich nichts so viele Symptopme wie andere Frauen hier aber nachdem ich seit einem Jahr eine starke Psoriasis entwickelt habe (ohne dass es in der Familie jemanden damit gibt) habe ich angefangen zu recherchieren und bin auf BII gestossen. Symptome wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Magen und Darmproblemen, Stimmungsschwankungen und Kopfnebel kommen mir leider sehr bekannt vor.

Ich habe es bisher immer auf den Stress im Job geschoben.

Dazu kommt, dass ich einfach das Gefühl habe, die Brust gehört nicht zu mir. Optisch ist sie top, aber auf dem Bauch liegen oder Leute fest umarmen finde ich unangenehm.

Nachdem ich mich nun viel mehr damit befasst habe, was alles in den Implantaten drin ist etc. möchte ich sie auf jeden Fall loswerden.

Ballett für Anfänger

Erfahrungsbericht / 48 J. / 15 Jahre texturierte Implantate Eurosilicon, 275cc, ÜBM

Zehn Jahre lang ging es mir körperlich relativ gut und habe regelmässig Sport gemacht.

Meine Symptome kamen schleichend. Was ich von Anfang an hatte, ist dieser lästige Brainfog, Konzentrationsschwierigkeiten und Wortfindungsstörungen. Meine Gedanken schwirrten wie wild in meinem Kopf herum und es machte mich fast wahnsinnig. Mit vielen Leuten am Tisch zu sitzen war anstrengend, ich bekam die Hälfte der Diskussionen nicht mit, und konnte die Informationen nicht aufnehmen.

 

Dann kamen chronische Darmschmerzen hinzu. Häufige Kopfschmerzen. Verspannungen und Nacken-, Schulterschmerzen. Uebelkeit, Gereiztheit, Licht-, Lärm- und Kälte/Hitzeempfindlichkeit. Gelenkschmerzen und brennende Muskeln. Ständige Müdigkeit, Tinnitus, sehr trockene Haut und Augen, Haarausfall.

 

Im Januar 2019 ging ich zum Arzt um meinen Gesundheitszustand abklären zu lassen. Das Blutbild war ok. Die Entzündungswerte nicht alarmierend.

 

Gleichzeitig stoss ich auf die FB Gruppen welche über BII (Breast Implant Illness) informieren und aufklären. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Nach den ersten Stunden des Berichtelesens war mir klar, woher meine Beschwerden kamen und habe mich sehr schnell zur Explantation entschieden.

 

Ende April 2019 wurde ich enbloc explantiert.

Nun habe ich eine vernarbte, deformierte Minibrust. Trotzdem bereue ich den Schritt der Explantation auf keinen Fall!

 

Die Op ist nun über 1,5 Jahre her. Viele meiner Symptome sind besser geworden/verschwunden.

Leider ist der lästige Brainfog immer noch da. Man hat mir gesagt, dass die ersten Symptome zuletzt gehen werden. Ich bin also zuversichtlich 🙂. Die Heilung ist ein langer Weg und der Körper braucht Zeit.

 

Heute setze ich mich für Aufklärung ein.

Ich möchte, dass Frauen über alle Risiken informiert sind bevor sie sich Implantate einsetzen oder einen Tausch vornehmen.

Ballett für Anfänger

Erfahrungsbericht / 55 J./ 18 Jahre MC Ghan / 270cc

 Ich bin 55 J., verheiratet und Mutter von drei Kindern (jetzt erwachsen). Nach der 3. Geburt habe ich mir im 2002 Brustimplantate einsetzen lassen, weil meine Brüste plötzlich so leer waren. Weil ich voraus immer zufrieden mit meinen Brüsten war, konnte ich dies irgendwie nicht akzeptieren. Und auch mir wurde damals gesagt, dass die lebenslang drin bleiben können. Seit 18 Jahren sind diese Implantate jetzt drin, es sind MC Ghan, je 270g. 2014 wurde zum 1. Mal eine Ruptur im rechten Implantat vermutet, darauf hin MRI und auch Vermutung Ruptur, aber nicht sicher festzustellen. Damals hat mir dort im Spital die Oberärztin gesagt ich solle die Implantate unbedingt auswechseln, weil sonst das Silikon in den Körper und in Organe gehen kann (das war die einzige Ärztin die mir dies gesagt hat....leider habe ich ihr schlussendlich nicht geglaubt). Weil mir danach aber von anderen Ärzten (Plastische Chirurgie und Arzt vom Brustzentrum der seither 1 mal pro Jahr Ultraschallkontrolle machte), immer wieder versichert wurde dass da nichts passieren kann und nichts in den Körper gelangen kann und eine Operation ja ein Risiko wäre, habe ich beschlossen dass ich alles so lasse wie es ist. Ist ja auch einfacher . Es wurde mir empfohlen dass ich die Implantate lieber drin lassen solle, es sehe ja gut aus und alles ist weich, keine Kapselfibrose. Auch bei der Kontrolle vor ca. 4 Wochen hörte ich dies wieder. Im Sept. 2019 hatte ich nochmal ein MRI, wegen einem Knoten, der sich als Zyste herausstellte, und da hiess es wieder dass rechts eine Ruptur im Implantat sei. Im Dezember 2019 habe ich zufällig im Heft "Gesundheits Tipp" über Risiken von Brustimplantaten und über Symptome gelesen und dann kam die Sendung im Stern TV und mir wurde immer mehr bewusst dass ich die Augen nicht länger verschliessen kann. Denn ich habe schon seit Jahren mehrere dieser Symptome und auch bei mir war es so dass kein Arzt mir helfen konnte und ich selber schauen musste wie es mir besser geht. Niemand hat mich ernst genommen und so habe ich halt auch nichts mehr gesagt und musste selber schauen wie ich damit klar komme. Mit Naturheilpraktiker, Atlaslogie, versch. Heilmethoden, Homöopathie und diversen Naturheilmitteln usw., konnte ich alles verbessern, aber nicht wirklich heilen. Eigentlich haben meine Symptome kurz nach der Implantation begonnen und wurden schleichend immer stärker und immer mehr neue Symptome kamen dazu....aber sie waren auch wechselnd, also nicht immer gleich stark. Irgendwie spürte ich immer dass da etwas nicht stimmt in meinem Körper, wusste aber nicht was es ist. Vor einigen Jahren hörte ich mal dass es Frauen gibt die Symptome haben wegen den Implantaten. Und obwohl ich auch solche Symptome habe, verdrängte ich es immer wieder, wollte es nicht wahr haben. Und auch die Ärzte sagten mir ja immer wenn ich Bedenken hatte, dass nichts in den Körper gehen könne, nicht bei diesen guten Implantaten die ich drin habe. Seit ca. 6 Monaten zeigte mir mein Körper dass ich wirklich etwas machen muss.....ich bekam vermehrtes Stechen und Brennen in beiden Brüsten (nicht dauernd, aber immer wieder) und die Implantate wurden irgendwie weicher, alles veränderte sich irgendwie. Als ich mich entschied zu explantieren, kam Corona und ich war gezwungen abzuwarten. In dieser Zeit wurde ich immer sicherer dass ich jetzt wirklich handeln muss.  Meine Explantation war am 14.8.2020, bei Dr. Barandun, Hirslandenklinik in Aarau. Ich möchte noch mitteilen, dass dies für mich wirklich ein Prozess über mehrere Monate war, bis ich mir wirklich sicher war dass ich die Explantation machen möchte. Auswechseln der Implantate war auch mal ein Thema, da ich aber nicht wieder eine "Zeitbombe" im Körper haben möchte und auch nicht in ein paar Jahren wieder eine Operation haben möchte, habe ich mich def. entschieden zu explantieren. 

Die Operation dauerte 2 1/2 Std.  Nach 5 Tagen brauchte ich keine Schmerzmittel mehr. Nach 2 Wochen konnte ich dann auch vorsichtig wieder seitwärts schlafen, was für mich eine Erleichterung war. Mit dem Resultat bin ich noch nicht so zufrieden, aber hoffe es verbessert sich noch alles. Ich bin aber sehr froh dass ich noch kleine Brüste habe. Und ich bin einfach wahnsinnig froh dass ich alles gut überstanden habe und meine Giftbeutel jetzt draussen sind! Ich hatte ja seit 18 Jahren Implantate drin und rechts war nur noch Matsch, links war es noch ganz. En-Bloc hat zum Glück geklappt!  Ich fühle mich seit der OP total befreit und es geht mir viel besser! Es sind zwar nicht einfach alle Symptome verschwunden und mein Zustand ist auch ein wenig wechselhaft, aber es geht mir wirklich besser und es braucht wohl alles noch Zeit. Und man muss sich ja wirklich auch von der Operation erholen, es ist ja schon ein grösserer Eingriff. Schon ein paar Tage nach der Operation konnte ich wieder besser schlucken. Meine Schluckbeschwerden wurden vor der OP immer schlimmer . Meinem Magen geht es auch viel besser und ich habe wieder mehr Appetit und bereits 2 Kilo wieder zugenommen. Seit März 20 habe ich 6 kg abgenommen, ich hatte so Magenprobleme, Schwindel und Panikattacken und mir ging es immer schlechter (ev. hatte die Coronazeit auch noch einen Einfluss). Da ich voraus schon schlank war, war ich dann plötzlich wirklich zu dünn und hatte angst dass es jetzt so weiter geht. Ich bin sehr froh dass sich das jetzt verbessert hat. Und ich bin innerlich viel ruhiger und entspannter. Meine Haut/Haare und Augen sehen frischer und lebendiger aus. Mein Schlaf hat sich sehr verbessert, ich hoffe es bleibt so. Ich hatte schon längere Zeit chlafstörungen, was wohl auch noch mit der Abänderung/Hitzewallungen zu tun hat. Das sind mal die Sachen die sich verbessert haben, ich werde zu einem späteren Zeitpunkt wieder berichten. Zum entgiften nehme ich jetzt mal nichts, aber ich helfe meinem Körper mit Klassischer Homöopathie, habe eine sehr gute Therapeutin, die mir schon voraus sehr viel geholfen hat. 

Ballett für Anfänger

Erfahrungsbericht / 42 J. / 16 Jahre texturierte Implantate Alergan Natrelle 410-MM, 245cc, ÜBM

Meine Explantation war im Januar 2021 bei PD Dr. med. Plock im Kantonsspital in Aarau. Meine Implantate von Alergan (Typ Natrelle 410-MM/texturiert) habe ich mir damals im Januar 2005 einsetzen lassen. Hat mich jemand noch vor 4 Jahren gefragt, habe ich immer geantwortet ich bin super zufrieden. Dann vor ca. drei Jahren haben die Probleme und Beschwerden dann richtig schlimm angefangen. Wenn ich auf diese drei Jahre zurückblicke, sehe ich von der Person die früher vor Energie und Tatendrang gesprüht hat, nicht mehr viel. Vielmehr sehe ich jemanden der Tag für Tag versucht hat sich die letzten zwei Jahren über Wasser zu halten und zu funktionieren. Niemand hat wirklich gewusst wie es mir geht oder was meine Gedanken sind, da ich mich geschämt habe immer nur sagen es geht mir schlecht. Heute weiss ich, dass ich durch meine Implantate krank geworden bin, zudem habe ich heute die ärztliche Diagnose Kapselfibrose Grad 4 mit Verkalkungen inkl. BII auf meinem OP Bericht. Die vielen Symptome können kein Zufall sein, zu viele Frauen berichten über die exakt gleichen Symptome, solche Zufälle gibt es nicht., Nie hat auch ein Arzt oder Spezialist  eine wirkliche Ursache finden konnten, man sah immer nur Entzündungszeichen, mehr nicht. Das tragische an der Geschichte ist eigentlich dies, dass der Arzt welche die regelmässigen Kontrollen der Brust früher gemacht hat, mir immer sagte es sei alles i.O. mit den Implantaten. Erst ein zufälliger Arztwechsel brachte nun alles ins Rollen, zum guten Glück!

 

Rückblickend sehe ich die Zusammenhänge besser, denn kurz nach dem Einsetzen der Implantate bekam ich plötzlich  enorm hormonelle Schwankungen und habe die Pille plötzlich auch nicht mehr vertragen, dazu eine plötzlich auftretende Psoriasis und immer wieder Entzündungen der Nasennebenhöhlen, was ich früher nie hatte.

 

Seit nun 2.5 Jahren kamen dazu: Schmerzen z.T. auch brennend beidseitig Brust innen und auch seitlich der Brüste, Brain Fog, Vergesslichkeit, Mühe mit Konzentration, Schwindel, vermehrt Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen in der linken Schulter, oft Taubheit und Krippeln in den Fingern, sehr oft Schüttelfrost (ganz stark nach körperlicher Anstrengung/Sport), Zittern, kaltes Schwitzen, ständig fiebriges Gefühl, Schmerzen in Leisten (US wurde gemacht ohne Befund), immer leichtes Schluckweh, ständig Fliesschnupfen, verstopfte Nase, Diagnose chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, plötzliche Nahrungsmittel Unverträglichkeiten, Verdacht auf leaky gut, Durchfall und Krämpfe, Histamin Abbaustörung, Reizblase, immer wiederkehrende Entzündungen, Infekte und Pilze, generelle Immunschwäche, Abgeschlagenheit, Haarausfall, extrem trockene und z.T. schuppende Haut, trockene Haare, Gallensteine, neuerdings Reflux, oft sehr trockener Mund, immer wieder gerötete, brennende und entzündete Augen, extreme Erschöpfung, Panikattacken (hatte ich aber auch schon früher), durch Erschöpfung immer wieder Depressive Verstimmungen, extreme Überreaktion auf Medikamente (Antibiotika, Fluconazol & z.T. auch bei Ibuprufen), das Gefühl zu sterben – der Körper funktioniert einfach nicht mehr richtig.

 

Die zahlreichen Diagnosen und Abklärungen reichten von:

  • Burnout/Erschöpfungsdepression (da ich irgendwann völlig am Boden war), auch Abklärung Rheuma und Borreliose wurde gemacht, alles ohne Befund

  • Hochauflösender US in Radiologie wegen ständiger Schmerzen in der Leistengegend, kein Befund.

  • Befund nach CT, chronische Entzündung der Nebenhöhlen/Siebbeinhöhlen

  • immer wieder in Behandlung wegen rezidiven Pilzen, Blasen- und Unterleibsbeschwerden / hatte früher absolut nie solche Beschwerden, Befund normal, jedoch waren ständige Entzündungswerte sichtbar, woher die kamen wusste niemand.

  • Überweisung ins USZ, auch hier keine abschliessende Diagnose möglich, 

  • Gezielter Aufbau mit Nahrungsergänzungsmittel / dies gab eine minimale Verbesserung

 

Ich weiss nicht wie viel Geld ich die letzen Jahre in Ärzte und Therapien investiert habe....

 

Bei der Explantation sah man dann das ganze Ausmass richtig, völlig verkalkte und zudem zusätzlich durch Bakterien völlig chronisch entzündete Kapseln beidseits. Die Aussage von meinem Chirurgen war nur, kein Wunder ging es ihnen gesundheitlich die letzten Jahre so schlecht. Er konnte zum Glück beide Implantate "En-Bloc" und nach all den Jahren noch intakt und sauber entfernen. Ich bin so froh ist alles draussen und mein Körper nun heilen kann.